Amphibienleiteinrichtungen 2025 - 2027
Der Landschaftspflegeverband „Oberlausitz“ e.V. betreut in den Jahren 2025 -2027 über die Richtlinie Natürliches Erbe - RL NE/2023 insgesamt ca. 1375m Amphibienschutzzaun.
Die Zäune werden durch Naturschutzhelfer, engagierte Privatpersonen und vereinseigenes Personal, betreut. Eine Ausnahmegenehmigung wurde durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Görlitz gewährt.
Folgende Standorte werden durch unseren Verband betreut:
Je nach Witterung beginnt der Aufbau im Frühjahr, Anfang bis Mitte März und endet in der Regel dann, wenn nach ca. einer Woche keine Tiere mehr am Zaun gefunden wurden. Dies ist meist Ende April, Anfang Mai.
Der Zaun bei Arnsdorf am Holzmühlteich steht bis ca. Anfang/ Mitte Juni, da die hier vorkommenden Rotbauchunken erst später auf Wanderschaft gehen.
Ergebnisse der Betreuung mit Anzahl der Tiere, die einen sicheren Weg über die Straßen gefunden haben:
Auswertung 2025:
Zaunübergreifend kann man von einem beständigen Amphibienjahr ausgehen. Die Erdkröte kommt an allen Zäunen mit den bestandsüblichen Schwankungen vor.
Erfreulich ist die stetige Zunahme der Grasfrösche am Teich Holtendorf. Die Art scheint sich am Standort wieder zu stabilisieren, während sie an den anderen Zäunen weiterhin verschollen bleibt.
Die Bestände der Knoblauchkröte am Zaun Girbigsdorf, Erlichteich steigen weiterhin leicht an – auch hier dürfte von einer zunehmenden Stabilisierung der Art am Standort ausgegangen werden. Am Teich Holtendorf und dem Holzmühlteich kann man von stabilen Zahlen ausgehen, während die Art am Pfarrteich Reichenbach weiterhin verschollen bleibt.
Die Zahlen der Rotbauchunken am Holzmühlteich verzeichnen das zweite Jahr in Folge einen negativen Trend. Hier bleibt zu hoffen, dass die Zahlen in den kommenden Jahren wieder erholen.
Auswertung 2026:
Das Jahr 2026 bot für die Amphibien ausgesprochen schlechte Bedingungen für ihre Wanderung zu den Laichplätzen. Der März und April waren sehr niederschlagsarm und die Nachtfröste zogen sich teilweise bis in den Mai hinein.
Unter diesen Umständen waren aber dennoch kleinere positive Tendenzen bemerkenswert. Die Grasfrosch- und Knoblauchkrötenpopulation am Teich Holtendorf scheinen sich langsam zu erholen bzw. profitieren leicht von den Schutzmaßnahmen. Ein starken positiven Trend verzeichneten die Teichmolche am gleichen Gewässer.
Der Standort Girbigsdorf am Erlichteich verzeichnete für Erd- und Knoblauchkröte einen negativen Trend, der hoffentlich der angesprochenen Witterungssituation anzulasten ist.
Der Amphibienzaun Pfarrteich lieferte auch für 2026 konstant niedrige Individuenzahlen bei den Erdkröten.
Am Standort Holzmühlteich bei Arnsdorf gab es trotz der Witterung erstaunlich positive Entwicklungen bei der Erd- und der Knoblauchkröte. Beide verzeichneten einen kräftigen positiven Trend im Vergleich zum Vorjahr. Die Funde an Rotbauchunken sind stabil geblieben.
Standorte in Bildern
Standort 1: Markersdorf, OT Holtendorf, Teich Holtendorf
Standort 2: Girbigsdorf, Erlichteich
Standort 3: Reichenbach, Pfarrteich
Standort 4: Arnsdorf, Holzmühlteich



